The Armed Man – bewegende Aufführung zum Gedenken an das Ende des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren

Am 11.11.2018 brachte die Cantabile Chorwerkstatt Bayreuth Karl Jenkins’ „The Armed Man – A Mass For Peace” in der Stadtkirche Bayreuth zu Gehör und in einer szenischen Darstellung auf die Bühne.

 

Die Aufführung in Bayreuth zusammen mit der Vogtland Philharmonie Greiz / Reichenbach war das Ergebnis eines Entwicklungsprozesses, der etwa ein Jahr gedauert hat. Unter der Leitung von Ljubow Grams hatte sich die Chorwerkstatt als Projektchor vergrößert. Für Dramaturgie, Bühnenbild und Regie konnte mit Max Koch, Christine Stein und Thomas Rufin ein Team aus Studierenden, Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen des Forschungsinstitutes für Musiktheater (fimt) an der Uni Bayreuth gewonnen werden, das Deutschland weit bereits Erfahrungen an verschiedenen Bühnen gesammelt hat. Dies gilt ebenso für die Kostümbildnerin Sophie Simon aus Hamburg.

 

Solistin des Abends war die Mezzosopranistin Kirsten Obelgönner, die unter anderem am Theater der Stadt Heidelberg, am Stadttheater Gießen und auch bei den Bayreuther Fest-spielen engagiert war. Des Weiteren sangen und spielten Daniel Reupke und Frida Henrike Heilmann.

 

 

Die Ergriffenheit des Publikums war in dieser intensiven und dichten Aufführung für alle Mitwirkenden spürbar.

Nachfolgend eine Auswahl aus den vielen positiven Rückmeldungen, die wir nach dem Konzert bekommen haben.

 

Gelobt wurden „ explizit die präzisen Absprachen und die Differenziertheit in der Gestaltung des Stückes. Es schien …, durch den sozialen Umgang miteinander und das gute Harmonieren beim Singen, als handle es sich nicht um einen Projektchor, sondern einen, der viel zusammen singt und gut aufeinander abgestimmt ist.“

 

„Beindruckend war es, berührend und ergreifend!“

 

„Herzlichen Glückwunsch für dieses wunderbare Konzert!“

 

"The Armed Man" war super!!!!!! Ich hatte einen guten Platz direkt neben der Bühne und somit konnte ich die Mimik der Schauspielerin/Sängerin genau sehen - und auch Euch Sängern auf den Mund schauen… Insgesamt war ich so beeindruckt, dass ich noch ganz lange wach war. Es ging unter die Haut! Vielen, vielen Dank!“

 

„Da habt ihr ja wieder mal ein super Projekt auf die Beine gestellt, viele junge Sängerinnen und Sänger akquiriert und ein ganz tolles Konzert gesungen. Großes Lob! Sehr anspruchsvoll. Hat mir gut gefallen. … Das volle Haus sprach ja wieder mal für euch. Also herzlichen Glückwunsch zu diesem schönen Abend, eindrücklich und nach haltend!“

 

 

Gedanken zur Aufführung von "The Armed Man - Mass For Peace" (von Max Koch)

Am 11. November 1918 wurde der Erste Weltkrieg durch den Waffenstillstand von Compiègne beendet. Der 100. Jahrtag dieses geschichtsträchtigen Ereignisses dient zum Anlass über den Krieg, dessen Folgen und die Rolle jedes Einzelnen darin nachzudenken. Welt-Krieg, das bedeutet: ein Krieg der scheinbar überall und somit nirgendwo waltet. Ein Krieg, der keine räumlichen Grenzen kennt, in den gleichsam die gesamte Menschheit verwickelt ist; gewollt oder ungewollt. Hier zeigt sich die Bedeutung dieses Krieges für unsere heutige Zeit. Kriegsschauplatz ist längst nicht mehr nur der Ort, an dem sich Soldaten mit Waffen gegenüberstehen. Die Bilder und Folgen des Krieges kommen auch dort zum Vorschein, wo der Krieg auf den ersten Blick gar nicht stattfindet. Damals wie heute werden in diesem Zusammenhang immer wieder dieselben Begriffe ins Spiel gebracht: Involviertheit, Verantwortung, Betroffenheit. Wie ist Krieg für ein Individuum erfahrbar? Welche Rolle spielt jeder Einzelne von uns in diesem Netzwerk? Wie positioniert man sich dazu? Wie kann man einen Krieg ohne Ort überhaupt begreifen? Was treibt Menschen an, sich am Krieg zu beteiligen? Treiben die Menschen Krieg oder werden sie vom Krieg getrieben?

 

In Karl Jenkins‘ The Armed Man. A Mass for Peace, vereinen sich verschiedene Stimmen aus unterschiedlichsten Kulturen und Zeiten zu einem Lied von einsamen Individuen und uniformierten Massen. Im Angesicht des Krieges marschierend, schreiend, klagend, jauchzend, betend.

 

 

 

Einen Rückblick auf unsere Chorproben im Juli 2018 gibt es HIER

 

 

 

Unser Projekt wurde gefördert von

Kooperationspartner

 

Volksbund - BV Oberfranken

Werkstattgespräch am 18.10.2018

Wir bedanken uns ganz herzlich bei

 

Alfred Hoffmann (Assistenz, Öffentlichkeitsarbeit und Crowdfunding)

Helena Rittler (Assistenz, Öffentlichkeitsarbeit und Crowdfunding)

André Sievers (Assistenz Regie)

 

und bei allen, die dieses Projekt freiwliig in jeglicher Art und Weise unterstützt haben!

Dieses Konzert wurde möglich durch die Unterstützung vieler Förderer und Sponsoren, wie: